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Im Jahre 1560 schloss sich Lope de Aguirre  mit 300 Spaniern und einigen Hundert Eingeborenen der Expedition von Pedro de Ursúa an. Er zettelte einen Aufstand an, bei dem Ursúa und sein Nachfolger Fernando de Guzmán ermordet wurden. Aguirre übernahm die Führung der Expedition und bereiste den Orinoco stromabwärts. Unterwegs verwüstete die Truppe viele Eingeborenendörfer bevor sie schließlich den Atlantik erreichte.

Lope de Aguirre

 

Aguirre (bask. Agirre) wurde um das Jahr 1510 in Araotz, heute ein Ortsteil von Oñati, in der baskischen Provinz Guipúzcoa/Gipuzkoa geboren. Er entstammte einem adligen Geschlecht und hatte vermutlich einen kirchlichen Richter als Vorfahren. Als 20-Jähriger wurde er in Sevilla, vonFrancisco Pizarro und dessen Berichten tief beeindruckt. Dieser war gerade aus Südamerika zurückgekehrt und hatte den riesigen Goldschatz aus Peru mitgebracht.

Aguirre schloss sich als Freiwilliger der 250 Mann starken Expedition von Rodrigo Buran an. Entweder 1536 oder 1537 kam diese Expedition in Peru an. In Cuzco war er verantwortlicher Stallmeister der Expedition.

Im Jahre 1544 kam Blasco Núñez de Vela als Vizekönig aus Spanien, um endlich gesetzliche Strukturen zu schaffen und eine wirtschaftliche Entwicklung in der neuen Kolonie einzuleiten. Die meisten Konquistadoren waren gegen die neuen Gesetze, da sie ihnen verboten die Indios zu versklaven. Als ein Konflikt zwischenGonzalo Pizarro und dem Vizekönig ausbrach, schlug sich Lope de Aguirre auf die Seite des Vizekönigs. Der Kampf zwischen dem Vizekönig und Gonzalo Pizarro dauerte fast zwei Jahre. Aguirre warb in dieser Zeit hauptsächlich Männer für die Armee des Vizekönigs in Cajamarca an.

Nach einem Aufenthalt in Nicaragua kehrte Aguirre 1551 nach Potosí zurück (damals Peru, heute Bolivien). Als er gegen die Indianergesetze verstieß, wurde er dem Richter Francisco de Esquivel vorgeführt, und zu einer öffentlichen Auspeitschung verurteilt. Tief in seinem Stolz verletzt, wartete Aguirre das Ende des richterlichen Mandats ab und begann dann Esquivel zu verfolgen. Diese Verfolgung führte ihn zu Fuß von Lima nach Quito und von dort nach Cuzco (in drei Jahren legte er insgesamt 6.000 km zu Fuß zurück). In Cuzco stellte er den ehemaligen Richter in einer Bibliothek. Von Freunden gedeckt flüchtete er daraufhin nach Guamanga.

Im Jahre 1554 gab es einen generellen Gnadenerlass für alle, die sich der Armee von Alonzo de Alvarado anschlossen, um den Aufstand von Hernández Girón niederzuschlagen. Aquirre schloss sich dieser Armee an, und wurde während der Kämpfe verwundet und humpelte seitdem.

Im Jahre 1560 schloss er sich mit 300 Spaniern und einigen Hundert Eingeborenen der Expedition von Pedro de Ursúa an. Er zettelte einen Aufstand an, bei dem Ursúa und sein Nachfolger Fernando de Guzmán ermordet wurden. Aguirre übernahm die Führung der Expedition und bereiste den Orinoco stromabwärts. Unterwegs verwüstete die Truppe viele Eingeborenendörfer bevor sie schließlich den Atlantik erreichte.

Am 23. März 1561 erklärte sich Aguirre zum Prinzen von Peru und Chile.

U. a. soll er 1561 gesagt haben:

„Ich bin der Zorn Gottes, der Fürst der Freiheit, Herr von Tierra Firma und den Provinzen von Chile.“

Er eroberte im gleichen Jahr die Isla Margarita. Unter den spanischen Siedlern und errichtete eine Schreckensherrschaft. U. a. brachte er seine eigene Tochter um.

Die Geschichte von Lope de Aguirre wurde 1972 von Werner Herzog in „Aguirre der Zorn Gottes“ verfilmt.

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