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Casiquiare

Casiquiare

 

 

Diese Karte publizierte Humboldt als Anhang zu einem Artikel (16) im September 1812 in einer geographischen Zeitschrift. So bot sich ihm die Gelegenheit, vorab eines der wesentlichsten Ergebnisse seiner Amerikareise, das dann später ausführlich in der „Relation historique“ beschrieben wurde, darzulegen. Humboldt hat damit die bis zu seiner Amerikareise immer wieder geäußerten Zweifel an der Verbindung der großen Flüsse Orinoko und Amazonas, die auch von wirtschaftlichem Interesse war, widerlegt und zweitens ein interessantes hydrographisches Phänomen, die Bifurkation, wissenschaftlich untersucht. Hören wir ihn selbst: „… ich habe den Lauf der Flüsse durch eine beträchtliche Anzahl astronomischer Beobachtungen bestimmt; ich bin mit Hrn. Bonpland den Atabapo, den Tuamini und den Terni hinaufgegangen; ich habe mein Canot von Javita über den Schlangenwald bis zum Canno Pimmichin tragen lassen; ich bin auf diesem Fluss in den Guainia eingelaufen, welchen die Europäer Río negro nenen; auf dem Guainia bin ich abwärts gefahren bis zu dem kleinen Fort San Carlos; alsdann bin ich den Cassiquiare aufwärts gegangen bis zu der Stelle, wo er sich vom Orinoco trennt; und auf diesem wieder herunter bis nach San Thomas de Guiana, und habe auf diese Weise die Gebirgskette, von welcher man wähnte, dass sie die Gewässer des Orinoko und Cassiquiare von einander trennte [das Haupargument der Verbindungsgegner] im Canot durchschnitten. Diese Fahrt, die bey niedrigem Wasserstande gemacht, und durch nichts als durch die Stelle bey Javita unterbrochen worden war, hat nicht den geringsten Zweifel über die Spaltung des Orinoco ganz nahe bey seinem Ursprung übrig gelassen.“ (17)

Quelle Humboldt im Netz

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Auf der Suche nach dem rätselhaften Casiquiare, einer Verbindung zwischen dem Orinoco und dem Amazonas, treffen Humboldt und Bonpland am 6. April 1800 auf den Pater Bernardo Zea. Der spanische Missionar ist zur jährlichen Ernte der Schildkröteneier auf die Orinoco-Insel Tortuga gekommen.

Eine Sendung des ZDF… mehr hier.

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Der Brazo Casiquiare ist ein Fluss in Venezuela. Er bildet die größte Bifurkation der Erde, indem er die Flusssysteme des Orinoco und des Amazonas miteinander verbindet. Er zweigt vom oberen Orinoco ab, entzieht diesem dabei etwa 25% seines Wassers und mündet nach 326 km Flusslauf bei San Carlos an der kolumbianischen Grenze in den Rio Negro, der wiederum in Manaus in den Amazonas mündet.

Diese Bifurkation wurde 1800 von Alexander von Humboldt bestätigt, beschrieben wurde sie bereits 1744 von dem spanischen Jesuiten Father Roman.

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